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  1. <!DOCTYPE html>
  2. <html>
  3. <head>
  4. <meta charset="utf-8">
  5. <title>Editierbare Verbraucherfaktenbox</title>
  6. <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1">
  7. <link href="assets/shared/css/main.css" rel="stylesheet">
  8. </head>
  9. <body>
  10. <main>
  11. <div>
  12. <h2 id="fragestellungen-zur-risikokommunikation-für-verbraucher">Fragestellungen zur Risikokommunikation für Verbraucher</h2>
  13. <p>Liegt ein Problem des Risikos vor, d.h. sind belastbare numerische Schätzer vom Eintreffen spezifischer Ereignisse oder Entscheidungenkonsequenzen verfügbar, ist eine Hauptfragestellung, wie Risikokommunikation hier transparent, ausgewogen und verständlich für die Verbraucher sein kann? Drei Herausforderungen sind hierbei</p>
  14. <ol type="1">
  15. <li>Wie können Organisationen Einzelfallwahrscheinlichkeiten trotz aleatorischer Unsicherheit über den konkreten Ausgang im Einzelfall vermitteln?</li>
  16. <li>Wie können Handlungsoptionen mit verschiedenen Konsequenzen (potenzielle Nutzen und Schäden) unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeiten des Eintretens vergleichend und vor allem standardisiert kommuniziert werden?</li>
  17. <li>Wie können Organisationen, die nicht auf Risikokommunikation spezialisiert sind, für eigene Fragestellungen auf direktem Wege evidenzbasierte Risikokommunikation machen.</li>
  18. </ol>
  19. <h2 id="lösungsansatz">Lösungsansatz</h2>
  20. <p>Editierbare Verbraucherfaktenbox</p>
  21. <ol type="1">
  22. <li>Einzelfallwahrscheinlichkeiten lassen sich entweder mit einfachen Häufigkeiten (sofern nur Wahrscheinlichkeitswerte &gt; 1% auch als Prozentformat) in tabellarischer Form (Schwartz et al., 2009) oder, zur Unterstützung von Verbrauchern mit niedriger Numeracy (Cokely et al., 2012), durch den Einsatz von empirisch validierten Grafikformaten (Garcia-Retamero &amp; Galesic, 2010), Barcharts oder IconArrays kommunizieren.</li>
  23. <li>Statische Faktenboxen sind evidenzbasierte Präsentationsformate, die mögliche Nutzen und Schäden von Optionen transparent und ausgewogen zusammenfassen. Faktenboxen als evaluiertes Format zeigen, wie Risikokommunikation an Entscheidungsoptionen geknüpft, zugleich transparent, ausgewogen und verständlich ist: Sie haben sich in mehreren randomisierten kontrollierten Studien als effektives Hilfsmittel erwiesen, um das Verständnis von statistischen Daten – auch mittels IconArray wie in der Verbraucherfaktenbox – zu erhöhen (McDowell et al., 2019) sowie die Extraktion von Informationen und den Wissenserwerb nach einmaligem Lesen zu erleichtern (Schwartz et al., 2009).</li>
  24. <li>Das nach einer Standardisierung (McDowell et al., 2016) weiterentwickelte Verbraucherfaktenbox-Format, eingebunden in einen rahmenden Kontext für diese Evidenz, kann auf verschiedenste Entscheidungsprobleme des Risikos angewendet werden. Als solches ist eine standardisierte Vorlage für Risikokommunikatoren geschaffen.</li>
  25. </ol>
  26. <h2 id="wie-wird-das-werkzeug-verwendet">Wie wird das Werkzeug verwendet?</h2>
  27. <p>Die Felder werden direkt im Browser gefüllt und ein PDF entsprechend generiert, welches abgespeichert und verschickt werden kann. Auch die Datendateien lassen sich exportieren bzw. entsprechend importieren, um Wichtig für die Konstruktion sind: Titel, um das Thema des Entscheidungsproblems präzise zu beschreiben; Referenzgruppe, um zu erklären, auf wen sich das Entscheidungsproblem bezieht. Hierbei ist zwingend die Gruppe zu beschreiben, mit welcher die Daten gewonnen wurden; Zusammenfassung der Evidenz in Form eines einzelnen Satzes zum Verhältnis der potenziellen Nutzen und Schäden. Hierbei muss auf eine Bewertung verzichtet werden, da die Faktenbox nicht für die Darstellung von Interpretationen konstruiert ist; Einfache Gruppenlabel, welche die beiden Entscheidungsoptionen unterscheidbar machen; Endpunkte, welche die Konsequenzen, also die potenziellen Nutzen und Schäden des Verfolgens von Entscheidungsoptionen benennen; Die Zahleneingaben sind im einfachen Häufigkeitsformat formuliert (auszuwählen entweder je 100 oder je 1000); Quellenangaben für die zu visualisierenden Zahlen; Das Datum der letzten Aktualisierung; Der Link, unter dem eine Verbraucherfaktenbox hinterlegt wird.</p>
  28. </div>
  29. <iframe src="fact-box-editor.html" width="1024px" height="1519px" frameborder="0"></iframe>
  30. <div>
  31. <h2 id="quellen.">Quellen.</h2>
  32. <p>Cokely, E. T., Galesic, M., Schulz, E., Ghazal, S., &amp; Garcia-Retamero, R. (2012). Measuring Risk Literacy: The Berlin Numeracy Test. Judgment and Decision Making, 7(1), 25-47.<br />
  33. Garcia-Retamero, R., &amp; Galesic, M. (2010). Who proficts from visual aids: Overcoming challenges in people’s understanding of risks. Social Science &amp; Medicine, 70(7), 1019-1025.<br />
  34. McDowell, M., Gigerenzer, G., Wegwarth, O., &amp; Rebitschek, F. G. (2019). Effect of Tabular and Icon Fact Box Formats on Comprehension of Benefits and Harms of Prostate Cancer Screening: A Randomized Trial. Medical Decision Making, 39(1), 41-56.<br />
  35. McDowell, M., Rebitschek, F. G., Gigerenzer, G., &amp; Wegwarth, O. (2016). A simple tool for communicating the benefits and harms of health interventions: a guide for creating a fact box. MDM Policy &amp; Practice, 1(1), 2381468316665365.<br />
  36. Schwartz, L. M., Woloshin, S., &amp; Welch, H. G. (2009). Using a drug facts box to communicate drug benefits and harms: two randomized trials. Annals of Internal Medicine, 150(8), 516-527.</p>
  37. <h2 id="letztes-update">Letztes Update</h2>
  38. <ol start="7" type="1">
  39. <li>Februar 2019</li>
  40. </ol>
  41. <h2 id="erstellung">Erstellung</h2>
  42. <p>Felix G. Rebitschek und Michael Zitzmann</p>
  43. </div>
  44. </main>
  45. </body>
  46. </html>